Susanne Friis ist 57 Jahre alt und arbeitet als Regional Sales Director bei Landmeco.

Im Juni 2024 zog sie mit ihrer 17-jährigen Tochter und ihrem Hund und ihrer Katze von Dänemark nach Valencia, Spanien.

Von der Exportingenieurin zur Regional Sales Director

Susanne Friis schloss ihr Studium als Exportingenieurin in Horsens ab und erwarb später einen Executive MBA an der Copenhagen Business School.

Ihre Karriere hat sie weit und breit geführt, sowohl geografisch als auch beruflich, und sie verfügt über 20 Jahre Managementerfahrung in Unternehmen wie Fl. Smidth, Phillips Luminaires, Canon usw.

„Ich war sieben Jahre lang immer wieder selbstständig, aber als meine Tochter anfing, Probleme zu bekommen, beschloss ich, nach Ølgod zu ziehen, meine Karriere auf Eis zu legen und einen Job als Koordinatorin bei Landmeco anzunehmen, um ihr zu helfen“, sagt Susanne Friis.

Heute arbeitet sie als Regionalverkaufsleiterin bei Landmeco. Aber der Weg war nicht geradlinig.

„Ich habe vor 7,5 Jahren als Koordinatorin bei Landmeco angefangen, als ich eine Stellenanzeige sah. Landmeco suchte eine Koordinatorin mit Französischkenntnissen. Mein Französisch war etwas eingerostet, aber ich sagte, dass ich es schaffen könnte – und dann musste ich es auffrischen“, sagt sie lachend.

Nach einigen Jahren als Koordinatorin in französischsprachigen Ländern kam ihre Tochter auf ein Internat, woraufhin sie dem CEO von Landmeco, Anders Kristian Andersen, gegenüber den Wunsch äußerte, wieder in den Vertrieb zurückzukehren.

Er sagte ja, und heute ist sie für mehrere Märkte verantwortlich, darunter Spanien, Portugal, Saudi-Arabien und Frankreich.

„Im Moment ist alles wahnsinnig hektisch. In Frankreich gibt es einen Eiermangel, Spanien stellt auf Freilandhaltung um und Saudi-Arabien arbeitet an seinem Plan für 2030. Mir ist nicht langweilig“, sagt sie.

Von Ølgod nach Valencia – ein natürlicher Schritt

Dies ist nicht das erste Mal, dass Susanne Friis in Spanien arbeitet. Sie lebte zuvor vier Jahre lang in Madrid und kannte das Land recht gut, als sich die Gelegenheit für einen neuen Aufenthalt in Spanien ergab. Die größte Überlegung galt nicht ihr selbst, sondern ihrer Tochter.

„Ich bin in einer Nomadenfamilie aufgewachsen, mit Geschwistern in Schottland und Holland und einem Vater, der überall auf der Welt gelebt hat, sodass es für mich keine große Überlegung war, zurückzuziehen. Das Wichtigste war, dass meine Tochter damit einverstanden war – und sie war total begeistert von der Idee. Sie sagte: ‚Das klingt cool. Ich will das machen‘, sagt Susanne Friis.

Im Juni 2024 zogen sie mit ihrem Hund und ihrer Katze nach Valencia. Und obwohl es einige Zeit dauerte, bis sich ihre Tochter in ihrer neuen Umgebung eingelebt hatte, ist sie jetzt sehr glücklich mit dem Leben in Spanien.

„Wir sind gerade dabei, die richtige Schule für sie zu finden. Glücklicherweise haben wir einige unglaublich gute Nachbarn, die auf sie aufpassen, wenn ich auf Reisen bin. Das gibt mir große Sicherheit.“

Vorteile und Herausforderungen der Arbeit in Spanien

Obwohl Susanne Friis es gewohnt ist, sich in internationalen Umgebungen zurechtzufinden, ist ihr bewusst, dass das spanische System verwaltungstechnisch schwerfällig sein kann.

„Es ist genauso umständlich wie in Asien. Der öffentliche Sektor in Spanien ist sehr langsam und es kann ein komplizierter Prozess sein, sich dort zurechtzufinden. Man kann rund um die Uhr arbeiten, aber das macht die Dinge nicht schneller. Darauf muss man mental vorbereitet sein.“

Gleichzeitig erlebt sie ein starkes Gemeinschaftsgefühl, sobald ein Projekt angelaufen ist.

„Sobald wir loslegen, helfen wir uns gegenseitig. Wenn jemand einen Fehler macht, geht es nicht darum, Schuld zuzuweisen – es geht darum, das Problem zu lösen. Diese Mentalität schätze ich sehr.“

Ratschläge für andere, die den Sprung wagen wollen

Für diejenigen, die sich für eine Stelle in Spanien bewerben möchten, hat Susanne Friis einen klaren Rat:

„Seien Sie auf Bürokratie vorbereitet. Es dauert eine Weile, bis alles geregelt ist, und man kann nicht erwarten, dass alles über Nacht geschieht. Aber wenn man sich erst einmal eingelebt hat, gibt es auch viele Vorteile. Die Menschen sind gastfreundlich und es ist einfacher, in Valencia neue Leute kennenzulernen als in Ølgod. Die Leute grüßen einen auf der Straße, laden einen zum Kaffee ein und rufen an, um zu fragen, wie es einem geht. Das macht einen großen Unterschied, besonders wenn man neu in einem Land ist.“

Text: Journalist Mikael Sand, JVR Consult. Tel.: 30561992. E-Mail: ms@jvrconsult.dk.

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